| Der richtige Computer für die "Digitale Bildbearbeitung" |
|| Digitale Bildbearbeitung ||
Für die digitale Bildbearbeitung kann prinzipiell eigentlich jeder Rechner genutzt werden, sofern die Mindestvoraussetzungen des verwendeten Grafikprogramms erfüllt werden (steht meist auf der Verpackung).
Sicherlich ist mit einem schneller Brüter flotter und einfacher zu arbeiten als mit einer langsamen Ente, aber es muß ja nicht der derzeitige Stand der Dinge in Sachen Computer sein.
Neulich hab ich mal meinen alten Rechner mit Windows 98 und Pentium II 250 MHz, 256 MB RAM und einer 8 MB RAM Grafikkarte wieder benutzt und siehe da er ist gar nicht mal so viel langsamer als mein derzeitiger Rechner.
Flotter geht es jedoch mit meinem schnelleren Rechner AMD 2400+
Prozessor (es genügt aber auch schon ein 1,5 bis 2 GHz Prozessor), 500
MB RAM und eine Grafikkarte mit 32 MB RAM (diese kommt noch ohne lärmenden Grafikkartenzusatzlüfter aus).
Die Grafikkarte übernimmt natürlich die
Hauptarbeit bei der Bildbearbeitung, muß aber im Gegensatz für
aufwendige Simulationsspiele, wo echter Power gebraucht wird, nicht gerade
eine für 250 EURO und mehr sein. Eine gute Grafikkarte mit 128 MB RAM um 100
EURO tut auch sehr flott seinen Dienst (auch hier gibt es noch Modelle mit
passiver Kühlung, also ohne Zusatzlüfter).
Mit diesem Rechner läßt es sich sehr flott
arbeiten, auch wenn mal eine Datei geladen werden muß (Scann von einem Dia,
oder Aufsichtsvorlage) die
eine Größe von 25 MB oder gar 60 MB hat.
Da sind die doch die recht kleinen Dateien von der Digitalkamera ein echter
Klacks (bei einer Auflösung von 2560 x 1920 Pixel, im Dateiformat JPEG, in der
Qualitätsstufe Fein so um 2 MB).
Ein wichtiger Faktor bei der Bildbearbeitung ist der Arbeitsspeicher (bei Windows ME
oder XP mindestens 500 MB, besser 750 MB, maximal aber 1000 MB RAM, sonst wird der Rechner
wieder langsamer (lt. einer führenden Computerzeitschrift).
Anstatt in eine überteuerte Grafikkarte und
sonstige Schnickschnacks, investieren Sie lieber in eine große
(zweite) Festplatte (80 bis 160 GB),
vergessen aber nicht, daß so eine Festplatte auch einmal den Geist aufgeben
kann, oder durch versehentliches Löschen ein Datenverlust entsteht (siehe
Datensicherung).
Mittlerweile einfache und bezahlbare Geräte zur Datensicherung sind DVD-Brenner
(gleichgültig ob minus, plus oder multi) die sich ideal zur Sicherung
größerer Datenmengen eignen (ca. 4 GB auf einen Rohling).
Ein weiterer wichtiger
Faktor ist auch der Bildschirm.
Flachbildschirme sind zwar derzeit "IN" aber für die Bildbearbeitung
(noch) nicht optimal, da diese bis jetzt noch nicht (abgesehen von sehr teueren
Exemplaren) die realistische Darstellung eines Bildes (Farbe / Kontrast)
vermitteln können.
Ein guter Röhrenmonitor mit mindestens 17 Zoll Bilddiagonale (oder besser
größer) ist für diesen Zweck besser geeignet und zudem um einiges billiger. Justieren
Sie aber den Monitor und auch Ihr Bildbearbeitungsprogramm, damit der
Ausdruck mit Ihrem Fotodrucker oder der Print vom Fotolabor mit der Darstellung
auf Ihrem Monitors (annähernd) übereinstimmt.
Für aufwendige
Bildmontagen werden Sie mit der Computermaus nicht weit kommen, denn die
Handhabung für feine Arbeiten (Bildteile ausschneiden, feinste Retusche usw.)
ist nicht besonders genau.
Für derartige Arbeiten werden Sie kaum um ein gutes Grafiktablett
herumkommen.
|| Digitale Bildbearbeitung ||
BE 15.01.2004