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Erkenntnis zum Workshop
Zu 1) Belichtungsmessung
Bei extremen Motivfarben (Schwarz / Weiß /
Dunkelgrau) versagt jede noch so gute Innenmessung einer Kamera,
daran ändert auch die Digitaltechnik nichts.
Auch in der Natur treten solche Verhältnisse auf. Beispiel:
Relativ kleine Person in heller Kleidung vor dunkelgrünem
Hintergrund (Gebüsch / Wald).
Dies gilt insbesondere auch beim Einsatz eines Blitzgerätes
(Kamerablitz / externer Blitz), denn auch der Blitz erkennt
NICHT die Gegebenheiten des Motivs (gleichgültig ob der mit
intelligenter Kamera-Innenmessung, oder mit eigenem Sensor
misst).
Abhilfe:
a) Ersatzmessung auf ein helligkeitsneutrales
Bildteil / Punkt (z.B. Spotmessung, oder Nahmessung auf ein
Gesicht, oder wenn vorhanden auf eine genormte Graukarte).
b) Wie bereits beim Workshop von Dieter
Hillenbrand demonstriert: Lichtmessung mit einem
Handbelichtungsmesser.
c) Es geht aber auch ganz manuell: Blende
entsprechend dem Motiv einstellen (z.B. Blende 5,6) dann die
Verschlußzeit ebenfalls manuell verändern, bis auf dem Display
(Kameramonitor) das Motiv in der richtigen Helligkeit erscheint.
Leider geht diese Methode nur mit etwas Übung und bei Kameras
die ein sehr gutes Display haben.
Nach dieser Methode kann man auch hervorragend Nachtaufnahmen
machen, da insbesondere bei entfernteren Motiven eine direkte
Belichtungsmessung nicht möglich ist.
d) Blitzgerät auf MANUELL einstellen und per
Leitzahlrechnung (Blitzleitzahl - Entfernungsrechnung, mittels
Rechenschieber / Rechenscheibe am Blitzgerät) die richtige
Blende am Objektiv und die richtige Blitzleistung einstellen.
Zu 2) Scharfstellung
Auf kontrastlose Motive (hier
Hintergrundkarton in der Mitte des Bildes, das Hauptmotiv war ja
auf der rechten Seite) kann ein Autofokus nicht scharf stellen.
Abhilfe:
Kamera schwenken bis das Hauptmotiv in der
Suchermitte ist, jetzt scharf stellen, dann Kamera (bei halb
gedrückt gehaltener Auslösetaste) auf den gewünschten
Bildausschnitt schwenken, oder nach dem Scharfstellen die
Schärfeautomatik abschalten.
Oder: Bei vielen (Digital-) Kameras kann man
den Scharfstellpunkt auf eine beliebige Stelle im Sucherbild
verschieben (im Handbuch nachlesen ob das möglich ist), also
diesen so verschieben, bis dieser auf das Hauptmotiv zeigt, dann
erst scharfstellen.
Bei einigen Digitalkameras wird eine Messung
mittels mehrerer Messfelder durchgeführt, auch diese Methode
kann zu einem guten Ergebnis führen, wenn man darauf achtet,
dass auf dem Hauptmotiv das / die Messfeld(der) die Entfernung
messen.
Zu 3) Beleuchtung
Gleichgültig welche Beleuchtung man wählt, die
Kameraeinstellung muss dieser immer angepasst werden (Kunstlicht
/ Tageslicht / Leuchtstofflampen / Blitz).
Hat man Kunstlicht das dem Spektrum eines
Kunstlichtfilmes entspricht (ca. 3600 Kelvin), ist an der Kamera
auch die Kunstlichteinstellung zu wählen, analog hierzu wenn
tageslichtähnliche Lampen (5600 Kelvin) oder Leuchtstoffröhren
(manchmal undefinierbares Farbspektrum) verwendet werden.
Ein manueller Weißabgleich (auf eine neutrale
weiße Fläche) kann in der Regel ein optimales Ergebnis
erbringen, vorausgesetzt diese Funktion der Kamera funktioniert
auch befriedigend genau (ausprobieren).
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Bitte beachten Sie auch die Tipps auf der
Webseite:
www.ffc-ketsch.de/htm_tip/t_dika01.htm
besonders die Rubrik >>Unwichtige Kameraeinstellungen<<
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